30.4.22

Die Biene Maja - Das geheime Königreich

Deutschland, Australien, Großbritannien, Spanien, Polen 2020 (Maya The Bee: The Golden Orb) Regie: Alexs Stadermann, Noel Cleary, 88 Min., FSK: ab 0

Die erste Frühlingssonne verschwindet hinter Wolken und die übereifrige Biene Maja muss sich wieder drum kümmern. Kommentar von Willi, der lieber schlafen will, „wir müssen uns doch nicht immer um alles kümmern!" Doch bei der neuen „Biene Maja" gibt es kein Rasten und Ruhen. Schon der Auftakt erzeugt das erste Chaos und die Bienen-Freunde sollen getrennt werden. Eine Bewährung muss her. Wie gut, dass ihnen eine Postboten-Ameise, die von Käfern verfolgt wird, über den Weg läuft. Maja und Willi helfen der humpelnden Ameise und versprechen, eine goldene Kugel in die Ameisensiedlung Grünblatt zu bringen. Die komischen Ameisensoldaten Eddy und Freddy schließen sich den beiden an. Ihnen auf den zwei bis sechs Fersen sind Krachkäfer, die Grünblatt erobern wollen. Deshalb starten die vier die erste Etappe eilig mit einer Pusteblume als Flugzeug.

Nach „Die Biene Maja – Der Kinofilm" (2013) und „Die Biene Maja - Die Honigspiele" (2017) nun der dritte neue Kinofilm mit „Biene Maja". Die Neuauflage der Biene Maja ist schon lange (Karel) Gott-los: Ältere Semester werden den Titelsong („... und diese Biene, die ich meine ...") und den Charme alter 2D-Zeichnungen vermissen. Ein wenig steckt letzterer noch in einigen Figuren, doch die meisten wurden mit 3D runderneuert und neoliberal effektiver. Die kleinen Helden sind klinisch reine Plastikfiguren. Die gegnerischen Knallkäfer wirken roboterhaft. Der Schnee, der anfangs noch auf den Blättern liegt, zeigt wie künstlich diese 3D-Animation ausfällt.

Durch die Beschleunigung gibt es mehr Zeit für Geschichten: Tollpatsch Willy zerbricht selbstverständlich die Goldene Kugel und prägt beim Schlüpfen die Ameisen-Prinzessin. So wird er zu John Wayne, der sich im Film „Spuren im Sand" (Originaltitel: 3 Godfathers, 1948) ebenfalls um ein Baby kümmern musste. Dazu zwei bis drei Liedchen und am Ende bei Musical-Finale die weise Erkenntnis, dass es zusammen mit dem Gegner besser (gegen neuen Gegner) geht.