27.12.11

Blutzbrüdaz

BRD 2011 Regie Özgür Yildirim mit Sido, B-Tight, Milton Welsh, Claudia Eisinger 87 Min. FSK ab 12

Yo! Was geht ab, Alter!? Nicht viel, weil deine Mudda is so alt, die hat so 'nen Film schon 100 mal gesehen, mal gut, mal scheiße. Mit dem Elvis seine Karriere, mit den Abbas ihren Hits (gekonnt: Lasse Hallström), mit den Commitments (klasse: Alan Parker), die gab aber gar nicht und mit Eminems „8 Mile" (rund: Curtis Hanson), womit wir beim Genre HipHop wären.

Die Blutzbrüdaz Otis (Sido) und sein Kumpel Eddy (B-Tight) fangen an als zwei Deppen, die sich das Mikro fürs erste Tape klauen müssen, keine Ahnung vom Rappen haben, aber Karriere wollen. Dick und doof für Disser, kurz gereimt. Es gibt in Berlin noch die Mark und den Walkman, ebenso eine Beziehungsgeschichte mit Kassiererin und die klassische Erfolgsmontage, wenn die ersten Tapes weggehen wie warme Sampler. Doch für den Erfolg verrät Eddy seinen „Bruder" an Sony, Otis macht trotzdem seinen Weg gegen das System.

Deutsch-Rapper und Frauenverachter Sido gibt sich als alter ego Otis ganz zahm und weichgespült, singt er doch sowieso nur den Refrain auf Bushidos peinliches „Zeiten ändern Dich". Dabei sieht er aus wie ein Spießer und kann wirklich nicht gut schauspielern. Der Film schießt angeblich gegen böse Medienkonzerne und ihre klischeehaften Manager, wurde aber neben Fatih Akins unabhängiger Corazon-Produktion auch von der richtig fetten Constantin produziert. Falls man so was überhaupt ernsthaft kritisieren will.

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