10.2.17

Berlinale 2017 Es war einmal in Deutschland ...

von
Sam Garbarski
Deutschland / Luxemburg / Belgien 2017
Deutsch
101 Min · Farbe

Moritz Bleibtreu (David)
Antje Traue (Sara)
Mark Ivanir (Holzmann)
Hans Löw (Verständig)
Tim Seyfi (Fajnbrot)
Anatole Taubman (Fränkel)

Nach dem unsäglichen Inder in „Vijay und ich" spielt Moritz Bleibtreu erneut in einem Film von Sam Garbarski. Der Regisseur begeisterte 2007 mit „Irina Palm" und läuft seitdem diesem Erfolg immer hinterher. Nun erzählt seine Tragikomödie „Es war einmal in Deutschland..." von der „Die Rache der Juden" in Frankfurt im Jahr 1946: Ein Moment der Geschichte, aber auch ein Märchen, in dem die überlebenden Juden in speziellen Camps der US-Armee auf wirtschaftliche Weise zu überleben suchten und dabei nicht erwarten konnten, in die USA auszuwandern. Geschäftlich besonders geschickt macht das der Kaufmanns-Sohn David (Moritz Bleibtreu), der den Deutschen mal über Mitleidsmasche und mal mit vermeintlichen Antisemitismus überteuerte „Aussteuerpakete" mit weißer Wäsche verkauft. Aber ausgerechnet David erhält die Lizenz nicht, die doch jeder Jude bekommt. Denn er soll mit der SS zusammengearbeitet haben, was zu einer Reihe von Verhören bei der attraktiven US-Juristin und einer Geschichte in mehreren Kapiteln führt. Wieder und leider spielt Bleibtreu alle an die Wand, die Schicksale der Schicksalsgenossen sollen ganz kurz die Grauen des Holocaust anreißen, bleiben aber Randnotizen in einer netten Komödie mit Tiefgang, aus der man mehr hätte machen können.

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