25.7.16

Pets

USA 2016 (The Secret Life of Pets) Regie: Chris Renaud, Yarrow Cheney (Co-Regie) 87 Min. FSK: ab 0

„Pets", das sind Haustiere der niedlichen Art. Also nicht jene, welche jeden Zentimeter Grün verkoten und mit ekligem Gestank verseuchen, nicht die auch mal Kinder auf dem Spielplatz anfallen. Harmlos, dämlich bis zur Niedlichkeit, ganz wie dieser Zeichentrick-Film für die ganz kleinen Ansprüche: Max ist ein typisch dämliches Haustier. Der gefleckte Mischling wartet den ganzen Tag an der Tür, bis Frauchen wieder zurückkommt. Frauchen, mit der er eine ganz enge Beziehung hat. Glaubt Max. Bis Frauchen mit dem großen Herzen einen riesigen, lausigen Bettvorleger aus dem Tierheim mit nach Hause bringt. Der lächelt dümmlich, zeigt aber wo es nun langgeht, wenn die beiden Köter alleine sind. Duke schmeißt Max nicht nur aus dessen Hundbett, er will den eingebildeten Strolch sogar in einer dunklen Gasse voller Katzen aussetzen. Dabei geraten beide allerdings in die Schlinge der Hundefänger und danach in die Gewalt eines herrlich psychotischen Kaninchens, das die Unterwelt beherrscht.

Wir sind in New York, hier gibt es auch im Tierleben Paten und Psychopathen. Snowball führt mit lieblichen Kulleraugen und dämonischem Blick dahinter all die Viecher an, die von ihren Besitzern „das Klo runtergespült wurden". Was für den Alligator exakt stimmen mag, für Snowball eher allegorisch. Während Max und Duke beim Durchschlagen in Brooklyn selbstverständlich Kumpels werden, organisiert die Freundin von Max mit den anderen Haustieren vom Block die Suchaktion mit einem Haufen Action. Ein alter Dackel auf Rädern zeigt ihnen dabei ganz besondere Wege durch New York.

„Pets" ist vor allem ein Action- und Buddy-Film mit niedlichen Tieren, die sich nur teilweise als originelle Charaktere entpuppen können. Wer den Trailer kennt, hat auch schon alles gesehen, was so im „geheimen Leben der Haustiere" (des Originaltitels) passiert. Wirklich großartig legt nur das Kaninchen los - am Steuer eines Busses zu Beastie Boys „No Sleep Till Brooklyn". Anders als bei „Toys" wird der Zustand der Tiere von ihnen selbst nicht reflektiert. Der Film läuft einfach ab, mit Erkenntnisgewinn wie in „Alles steht Kopf" ist nicht zu rechnen. Letztendlich landen alle „Pets" wieder bei ihren einsamen Menschen, die vielleicht mehr Zeit miteinander als mit ihren Tieren verbringen sollten.

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