21.5.16

Toni Erdmann aus Aachen

Der heiße Cannes-Favorit und neue Film von Maren Ade („Alle anderen") ist zwar eine Berliner Produktion, doch dank einiger Heimat-Szenen der Protagonistin kann er auch als NRW-Erfolg eingemeindet werden: Im September 2014 standen Sandra Hüller und Peter Simonischek in Aachen und Langerwehe vor der Kamera. Der Film erzählt von einem Mann, der versucht, seiner erwachsenen Tochter wieder nahe zu kommen. Da er glaubt, sie habe Ihren Humor verloren, reist er ohne Ankündigung zu ihr nach Bukarest und überrascht sie mit einem Amoklauf von Scherzen. Das „Einfamilienhaus mit Hanglage" für Sandra Hüllers Filmoma (gespielt von Ingrid Burkhard) fanden die Location-Scouts in Langerwehe-Heistern. Christina Bentlage von der Film- und Medienstiftung NRW stellte als Produktions-Fachfrau fest, dies sei „wirklich die allererste Filmproduktion in Langerwehe, was uns sehr freut." Die Filmstiftung NRW förderte den Dreh mit 700.000 Euro. Eine Wirtschafts-Investition, von der mindestens 150 Prozent wieder im Bundesland ausgegeben werden müssen. In Aachen selbst waren Augustastraße, Yorckstraße und Am Pappelweiher/Kupferofen Drehorte für zwei Drehwochen.

Auch darstellerisch ist die Region im Cannes-Favoriten vertreten: Die Maastrichterin Hadewych Minis, mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin und Absolventin der Toneelacademie in Maastricht, spielt eine Nebenrolle.

Selbst Sandra Hüller kannte die Region bereits: Für die Biografie „Fräulein Stinnes" drehte sie 2008 in Raeren, wo der dortige Bahnhof zu sibirischer Kulisse wurde.

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