30.11.15

Alle Jahre wieder - Weihnachten mit den Coopers

USA 2015 (Love the Coopers) Regie: Jessie Nelson mit Diane Keaton, John Goodman, Olivia Wilde, Alan Arkin, Amanda Seyfried, Marisa Tomei 107 Min.

Weihnachtskitsch der besonders hochdosierten Form mit der gleichen Nachwirkung wie billiger Glühwein: „Weihnachten mit den Coopers" ist Weihnachten mit Hollywoods verstaubten Ideen und Schneeseligkeits-Dekos. Diesmal passt gar nicht zusammen, was schließlich und ohne jede Überraschung am Ende Weihnachten zusammen feiern muss: Oma und Opa wollen ihre Trennung noch geheim halten. Die Tochter schleppt eine Zufallsbekanntschaft zum Schein als Verlobten an. Ur-Opa bringt die sehr junge Kellnerin mit, in die er sich verliebt hat. Die Schwester fühlt sich immer ungeliebt und klaut deshalb ein teures Geschenk.

Das hört sich furchtbar abgeschmackt an und ist als Film noch viel schlimmer. Dass Ko-Produzentin Diane Keaton, John Goodman, Alan Arkin, Amanda Seyfried und Marisa Tomei mitspielen, vergrößert noch das Entsetzen. Und sie holen auch reihenweise nichts auch ihren schematischen Figuren raus, was teilweise daran liegt, dass altersmäßig nichts zusammen passt. Nur Olivia Wilde gibt sich als verletzte linke Atheistin Eleanor in Großaufnahme richtig Mühe, den konservativen Patrioten in Uniform abzuschleppen.

Unverfroren werden in Schnee-Deko haufenweise kleiner Dramen aufgereiht und gleich mit Vergangenheit und schwierigen Kindheiten beschwert: Arbeitslosigkeit, Trennung, Einsamkeit, Krankheit. Also jetzt auf inhaltlicher Ebene, nicht was man den Machern im Geiste der zukünftigen Weihnacht wünscht. Und bei der Eskalation am Weihnachtsabend kippt selbstverständlich noch jemand um - nicht im Publikum, da schläft man fest. Wenn dann noch der Weichspüler Sting die Tonspur verklebt, kommt unüberwindbar auf, dass dieser Glühwein keine gute Idee war.

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