21.10.15

Malala - Ihr Recht auf Bildung

USA 2015 (He named me Malala) Regie: Davis Guggenheim 87 Min. FSK: ab 12

Malala Yousafzai ist spätestens seit dem Friedensnobelpreis 2014 und dem autobiografischen Buch „Ich bin Malala" weltweit ein Begriff. Sie geriet als 15-Jährige zusammen mit ihrem Vater in den Fokus der Taliban, weil sie sich für das Recht auf Bildung von Mädchen in Pakistan einsetzten. Malala wurde auf eine Todesliste gesetzt und im Swat Tal in ihrem Schulbus von einem Schuss in den Kopf schwer verletzt. Das Attentat entfachte einen weltweiten Aufschrei der Empörung. Die Schwerverletzte wurde in eine Klinik in England ausgeflogen und überlebte auf wundersame Weise. Heute ist sie als Mitgründerin des „Malala Fund" eine global agierende Aktivistin für das Recht von Mädchen auf Bildung.

Der große Dokumentarfilm über die 1997 geborene Kinderrechtsaktivistin, die schon als Jugendliche gegen das Regime der Taliban aufbegehrte, ist dank bewegender Geschichte und geballtem Film-Können (Regie: Oscar-Sieger Davis Guggenheim, Musik: Thomas Newman) eindrucksvoll. Nicht unbedingt ein Meisterwerk, aber wegen der Geschichte an sich unbedingt sehenswert.

Der bekannte Dokumentarfilmer Davis Guggenheim („Eine unbequeme Wahrheit", „It Might Get Loud") hat viele Facetten geschickt montiert: Malalas neues Privatleben nach der Rettung, der Alltag in englischer Schule und die Reisen um die Welt für das Recht aller Mädchen auf einen Schulbesuch. Ehrungen, sowie viele Begegnungen mit unter anderem Hillary Clinton, Obama oder dem Probono-Sänger Bono. In einem Kaleidoskop verschiedener Stile verfolgen wir den wachsenden Terror der Taliban und die zunehmende Bedrohung für Malalas Vater, einen politisch aktiven und leidenschaftlichen Lehrer. Die ungewöhnliche Dramaturgie setzt das traumatische Erlebnis der Flucht aus dem geliebten Heimat-Tal und dann den Anschlag ans Ende. Um mit der Nobelpreisrede desto wirkungsvoller die Hymne für eine begnadete Rednerin und mutige Kämpferin anzustimmen.

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