12.4.16

A War

Dänemark 2015 (Krigen) Regie: Tobias Lindholm mit Pilou Asbæk, Tuva Novotny, Søren Malling 120 Min. FSK: ab 12

Eine tödliche Minen-Explosion. Der an die Nerven gehende Alltag der Patrouillen, die der Bevölkerung Sicherheit geben sollen und die Taliban kurzzeitig fern halten. Einem verwundeten Mädchen helfen und einen vermeintlichen Taliban aus der Ferne erschießen. Der Alltag dänischer ISAF-Soldaten in Afghanistan ist nüchtern und nervenaufreibend. Ebenso eindringlich schildert „A war" den Alltag der Frau der Kommandanten mit drei Kindern alleine zuhause. Papa kommt schneller als erwartet zurück, denn er hat, als seine Truppe angegriffen wieder jemand lebensgefährlich verletzt wurde, ein Bombardement angefordert, das den Tod von 11 afghanischen Zivilisten zur Folge hatte. Nun muss er sich in Dänemark vor einem Gericht verantworten.

Regisseur Tobias Lindholm („R", „Hijacking", „Borgen"), ein Spezialist für solch moralisch schwierige Themen, hält in seiner Inszenierung sehr geschickt die Waage zwischen der Solidarität unter „Kameraden" und dem Kriegsrecht zum Schutz von Zivilisten in Konfliktsituationen. Dabei erfolgt die Kriegs-Darstellung nicht als Action sondern erschreckend eindringlich im Stil von Kathleen Bigelow. Wenn nebenbei auch Familienleben in Afghanistan und Dänemark verglichen wird, macht „A war" klar, dass es auch in diesem Krieg keine Lösung und nur Opfer gibt. Das sehr realistische und ganz, ganz bittere Szenario gelingt mit exzellenten Schauspielern, etwa mit Hauptdarsteller Pilou Asbæk, der auch in „Game of Thrones" zu sehen ist.

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