22.2.16

Freunde fürs Leben

Spanien, Argentinien 2015 (Truman) Regie: Cesc Gay mit Ricardo Darín, Javier Cámara, Dolores Fonzi 113 Min. FSK: ab 0

Julian (Ricardo Darín), ein Schauspieler aus Madrid, hat Lungenkrebs und will keine Chemotherapie mehr machen. Aus diesem Grund besucht ihn sein alter Freund Tomás (Javier Cámara) und kommt für vier Tage aus Kanada. Gemeinsam teilen sie dem behandelnden Arzt den Beschluss mit, versuchen Julians Begräbnis mit einem nicht sehr einfühlsamen Bestatter zu planen und erkundigen sich beim Veterinär über die Trauer von Hunden. Denn für Julian ist sein Hund Truman wie ein Kind.

Witzigerweise hält der totkranke Julian den Kanadier mit Jetlag auf Trab. Beide zeigen ihre typisch männlich raue Seite, was immer wieder komisch ist, wenn sie kurz zum Heulen weggehen. Zwar geht es auch darum, das Leben aufräumen, es gibt einen Kurztrip zu Julians entfremdetem Sohn in Amsterdam, doch auch die Inszenierung vermeidet große emotionale Momente, geht mal lieber frühstücken oder vor dem Café rauchen.

Bei einigen Geständnissen und Entschuldigungen gegenüber betrogenen Kollegen ist die Kunst von Regisseur Cesc Gay („En la Ciudad", „Ein Freitag in Barcelona"), bei dem sich wieder alles um Freundschaft dreht, kleine Momente sicher und frei von großem Pathos zu inszenieren. Der Film kann auf das gekonnt zurückhaltende Spiel von Ricardo Darín („Wild Tales", „In ihren Augen") vertrauen, um nachhaltig und glaubwürdig zu berühren.

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