23.6.15

Antboy – Die Rache der Red Fury

Dänemark, BRD 2014 (Antboy: Den Røde Furies hævn) Regie: Ask Hasselbalch mit Oscar Dietz, Amalie Kruse Jensen, Samuel Ting Graf, Astrid Jucher-Benzon, Nicolas Bro 87 Min. FSK: ab 6

Bestes kribbeliges Superhelden-Kino für Kids - das ist auch die zweite Verfilmung von Kenneth Bøgh Andersens Kinderbüchern um Pelle, den der Biss einer mutierten Ameise zu Antboy machte. Inzwischen 13-jährig, steckt der schmächtige, aber clevere Junge mitten drin in den übermenschlichen Herausforderungen eines Teenagers: Der besten Freundin sagen, dass man sie liebt, die Eifersucht auf den vegan schleimigen Konkurrenten verarbeiten und die Angriffe der versetzten und gemobbten Mitschülerin Maria abwehren. Da diese einen Erfindervater hat, macht sie bald unsichtbar oder mit coolem roten Kapuzenmantel dem armen Pele das Leben schwer. Und auch der große Gegner aus dem ersten Teil, der Floh (Nicolas Bro, der dänische Kriegsminister aus der aktuellen historischen Serie „1864"), piesackt aus dem Gefängnis heraus mit zwei kleinen Nachahmern den verliebten Superhelden.

Der (sichtbar in Deutschland gedrehte) zweite Film um Antboy macht mit den Qualitäten des auch international sehr erfolgreichen dänischen Kinder- und Jugendfilms weiter: Sympathische Figuren, „altersgerechte Action" und das witzige Spiel mit den Superheldenfilmen, etwas im selbstironischen Spruch, dass der Comic besser sei als die Verfilmung. Mit der neuen, kleinen Superheldin Red Fury kommen einige frische Ideen in den Film. Aber vor allem gelingt es - auch dank des jungen Hauptdarstellers Oscar Dietz - völlig entspannt und unaufgeregt, die ganz normalen Teenager-Erfahrungen mit dem netten Superhelden-Klamauk zu verbinden. Sieht einfach aus, ist aber große und nicht zu unterschätzende Kunst!

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