7.4.15

Warte, bis es dunkel wird

USA 2014 (The Town that dreaded sundown) Regie: Alfonso Gomez-Rejon mit Addison Timlin, Veronica Cartwright, Anthony Anderson, Travis Tope 86 Min. FSK: ab 16

Schon „Scream" machte sich einen schrecklichen Spaß daraus, Horrorfan mit tödlichen Folgen in ihren eigenen Horror (-Film) zu schicken. Nun führt der Auftakt von „Warte, bis es dunkel wird" filmische Kabinettstückchen vor, spielt mit Autokino und Schatten, aber dies in hektischer Schnittfolge. Denn als zu Halloween in Texarkana wieder der Film über eine 70 Jahre alte Mordserie vorgeführt wird, beginnen die grausamen Tötungen von lüsternen Pärchen erneut. Ein Mann mit Kapuze ersticht Jamis (Addison Timlin) Freund und lässt sie mit dem Satz „Das ist für Mary" entkommen. Dieses Rätsel gibt der ambitionierten Journalistin eine Aufgabe. Sie versucht, etwas über „das Phantom" herauszubekommen, den nie entdeckten Täter der ähnlichen Mordserie aus den 40ern.

Regisseur Alfonso Gomez-Rejon ist mit „Glee" und „American Horror Story" horror-erfahren. Anfangs noch zurückhaltend in der Darstellung, wird der optisch sehr eindrucksvolle Film zunehmen zum echten Splatter. Ebenso wie eine Menge Blut klebt us-amerikanische Prüderie an diesen mit viel Können aufgenommenen Bildern. Ein christlicher Hass-Prediger ist omnipräsent. So ergötzt sich der Film ebenso an lasziven Frauenposen wie an brutalen Morden. In die Reihe der Serienmörder fügt sich ein mit einem weißen Jute-Sack Maskierter ein, ob er wieder auftaucht ist fraglich: Dieses Gemetzel ist vielleicht zu gut, zu wenig trashig für die Fans.

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