4.7.17

Casino Undercover

USA 2017 (The House) Regie: Andrew Jay Cohen mit Will Ferrell, Amy Poehler, Jason Mantzoukas 88 Min.

Meistens lahm, umständlich erzählt - nur gesteigerter Wahnsinn kann diese zahme Komödie für ein paar Minuten rausreißen. Um das Studium ihrer Tochter zu finanzieren, machen Scott (Will Ferrell) und Kate Johansen (Amy Poehler) unter Leitung ihres Freundes Frank (Jason Mantzoukas) in dessen Haus ein illegales Casino auf. Das Mini-Vegas mit Shows, Pool und Drogen wird der Hit der Kleinstadt. Die braven Bürger treten in der „Fight Night" gegeneinander an. Scott spielt DeNiro aus „Casino" nach, dem ersten Falschspieler, den sie erwischen, hacken sie einen Finger ab und kontrollieren fortan die Stadt wie richtige Mobster. Nun sind alle Dämme gebrochen, es wird gebrochen, gepinkelt und gesplattert.

„Casino Undercover" beginnt furchtbar uninteressant, die Johansens verhalten sich lächerlich, ohne dass dies lustig ist. Ferrell ist in solchen lahmen Komödien eine Schlaftablette, seine Partnerin ist ... wer war das noch mal, war da was? Erst als die Situation völlig wahnsinnig wird, kann man zwei Mal über Ferrell grinsen. Dieses unter Niveau spielende Casino wird nach 20 Minuten Spaß nicht noch verrückter sondern trotz Action-Routine mit Splatter-Einlage soft und ganz billig. Denn auch wenn die Ausbrüche der Bürger nicht massentauglich sind, die Inszenierung dümpelt auf TV-Niveau herum. Dies ist mal ein positiver Fall, dass kein Kino das zeigt.

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