29.5.17

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

USA 2016 (Before I fall) Regie: Ry Russo-Young mit Zoey Deutch, Halston Sage, Logan Miller 99 Min. FSK: ab 12

Und wieder grüßt das Murmeltier - diesmal als Teenager! Sam (Zoey Deutch) ist unsere Protagonistin und Teil einer Clique unbedarfter Teenager aus reichen, wohlbehüteten Häusern. Mit ihrer unausweichlichen Girly-Gang fährt sie zur Schule, mobbt eine Außenseiterin, geht zur Party, wartet gespannt auf „das erste Mal" mit ihrem Freund und verunglückt auf dem Heimweg schwer. Um am nächsten Morgen ohne einen Kratzer im eigenen Bett aufzuwachen, nur dass es nicht der nächste sondern wieder der gleiche Morgen ist. Sam hat nun viel Zeit, sich ihr Leben und das ihrer Freundinnen staunend anzuschauen, und versucht dann entsetzt, aus der Schleife einer besinnungslosen Existenz auszutreten.

Die Richtung ist klar: Schnell fragte man sich was denn hier der wahre Horror sei, die Highschool-Routine oder das Auftreten der seltsamen im Gruppenzwang gemobbten Außenseiterin Anna. Eine Partyszene mit passendem Rotlicht erinnert schon früh an den Schocker „Carrie". So wird Sam in den ersten beiden Schleifen fast ein netter Mensch, gibt mehr Acht auf die nächsten Mitmenschen und vermeidet die Party, nach der das Quartett den Autounfall hat. Doch nichts unterbricht die Zeitschleife, so dass wir Samantha richtig nachdenklich und dann rebellisch sehen. Nun entdeckt Sam, wer der richtige Freund für sie ist, und rettet ein Leben.

„Lebe jeden Tag so, als ob er dein letzter ist", schreit es in Großbuchstaben aus dem übersichtlichen Teenie-Filmchen. Dies und anständiges Schauspiel bietet die beschauliche Mystery-Geschichte. Die Erwähnung von Sisyphos und andere Weisheiten überfrachten die Geschichte ebenso wie das melodramatische Ende. Ob so etwas auf dem Programm des letzten Lebenstages stehen würde, ist sehr fraglich.

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