18.4.17

Alles unter Kontrolle! (2016)

Frankreich 2016 (Debarquement Immediat!) Regie: Philippe de Chauveron mit Ary Abittan, Medi Sadoun, Cyril Lecomte 91 Min. FSK: ab 12

Ziemlich miese Filme gibt es auch im europäischen Wunderland der Kinokultur - und deutsche Verleiher reißen sich geradezu um den gröbsten Komödien-Schrott: Nach „Monsieur Claude und seine Töchter" wird es nun in Sachen Immigration nun noch viel schlimmer.

Ein kleiner Gauner (Medi Sadoun) wird von der französischen Polizei erwischt und abgeschoben. Nach Afghanistan, weil der Algerier sich die Papiere eines Karzaoui geklaut hat. Einer der beiden Fremdenpolizisten, die ihn im Flieger nach Kabul transportieren ist José Fernandez (Ary Abittan) und hat mächtig Beziehungsprobleme. Schon die dafür verantwortliche Komödiensituation mit zwei halbnackten Stewardessen auf seinem Zimmer ist unmöglich. Sie macht klar, dass man bei dieser „Komödie" das Gehirn abschalten kann. Wie die Autoren es gemacht haben. Mühsam und umständlich werden also die beiden Figuren der zähen Buddy-Komödie in die Ausgangssituation gebracht. Die Notlandung des Fliegers in Malta nutzt Karzaoui zur Flucht.

Es ist vor allem eine Sauerei, die teilweise brutalen Methoden der Abschiebe–Flüge so lächerlich zu machen. Aber auch hier überhaupt nicht komisch, wenn es heißt: „Alles unter Kontrolle". Selbst wenn der unfreiwillige Fluggast probiert, sich mit dem Raumspray der Flugzeugtoilette umzubringen. Es sieht auch total witzig aus, wenn er mit einem großen Stück Seife geknebelt wird und nachher Seifenblasen ausatmet. Zwischendurch muss auch ein schwuler Stuart für diesen furchtbaren Humor herhalten. Selbst als der Polizist in Italien in die Rolle eines Flüchtlings gerät, lernt er dabei überhaupt nichts. Stattdessen gibt es noch mehr Verwechslungen und etwas Action. Eine filmische Unverschämtheit, für die alle Beteiligten in ein sehr humorloses arabisches Land ausgeflogen werden sollten.

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