13.2.17

Fences

USA, 2016 Regie: Denzel Washington mit Denzel Washington, Viola Davis, Stephen McKinley Henderson 138 Min.

Denzel Washington stemmt als Regisseur und Hauptdarsteller einen altmodischen Theaterfilm, der trotz seiner Reduktion auf Spiel und Dialog zu überzeugen weiß. Troy Maxson (Denzel Washington) war einst großartiger Baseball-Spieler, dessen Karriere durch eine Haftstrafe verhindert wurde, und der jetzt Mülltonnen leert. Den Müllwagen darf er nicht fahren, weil er nicht weiß ist. Mit seiner Frau Rose (Viola Davis) und dem alten Kumpel Bono sitzen sie im kleinen Gärtchen hinter dem Haus und reden über Gott und die Welt, vor allem aber darüber, wie die Welt für die Schwarzen aussieht. Es hat sich einiges verbessert, immerhin können sie so ein Häuschen mit Garten bekommen. Sein 35-jähriger Sohn, ein Musiker, bettelt monatlich um Geld, dem jüngeren Sohn verbietet er das Training für eine Sportkarriere, weil die Schwarzen sowieso immer nur betrogen würden. Aus eigener Frustration ist dieser Mann ohne Mitleid oder Gnade, seine Rolle als Vater so ein wunder Punkt. Die negative Sicht auf die Welt belastet sogar die langjährige Beziehung zu seiner sehr liebe- und verständnisvollen Frau. Die Zäune des Titels müssen im Garten repariert werden und sorgen in den Köpfen für Unglück.

„Fences"basiert auf dem Pulitzer-preisgekrönten Theaterstück des amerikanischen Autors August Wilson. Denzel Washington und Viola Davis erhielten 2010 bereits den Tony Award für ihre Broadway-Inszenierung von „Fences". Das Theaterstück wurde ebenfalls mit dem Tony Award geehrt. Washington macht daraus einen sehr statischen Schauspieler-Film, den nie seine Herkunft von der Bühne überspielt. Beeindruckend ist vor allem der unendliche Redefluss aber auch die Intensität der Auseinandersetzungen.

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