7.2.17

Den Sternen so nah

USA, 2017 (Space between us) Regie: Peter Chelsom mit Asa Butterfield, Britt Robertson, Gary Oldman, Carla Gugino 121 Min. FSK: ab 6

Der Junge, der auf die Erde fiel

Die Liebe zwischen einer Außenseiterin und einem schwerkranken Besucher aus dem All, dieses Teenie-Melodram hört sich an wie Nicolas Sparks, ist aber Peter Chelsom, was es nicht besser macht. Das gefühlsselige Konzept scheitert gänzlich in der langweiligen Montage.

Gardener (Asa Butterfield) und Tulsa (Britt Robertson) haben sich beim Chatten im Internet kennengelernt, können aber nicht zusammenkommen, weil Gardener auf dem Mars lebt. Mit den ersten Siedlern reiste seine schwangere Mutter, die direkt nach Landung und Geburt starb. 16 Jahren später sind Herz und Knochen der Schwerkraft der Erde nicht gewachsen - eigentlich. Denn die Hartnäckigkeit von Gardener und dem Chef der Mars-Raumfahrt Nathaniel Shepherd (Gary Oldman) bringen das junge Paar zusammen. Zuvor muss der Teenager aber aus den Fängen der NASA fliehen und Tusla überzeugen, dass er wirklich vom Mars kommt. Zusammen suchen sie nun Gardeners Vater.

Peter Chelsom, Regisseur von Gutem („The Mighty", „Funny Bones", „Hear my Song") und Schrecklichem („Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück", „Hannah Montana - Der Film") erzählt Gardeners Geschichte streng chronologisch. Und versaut dabei eine eigentlich tolle Idee mit wunderbaren Möglichkeiten um zwei Königskinder, die sich nur in der Schwerelosigkeit zwischen den Sternen finden können. Alles wird zu Anfang verraten, die Hauptfigur taucht erst nach 20 Minuten auf. Vom Mars gibt es nur unspektakuläre Bilder. Dafür wird das Teenie-Filmchen schon sentimental, bevor etwas passiert. Die Action-Momente sind schlecht getimet, dafür mit sehr dicker Musik für die richtige Stimmung unterfüttert. Mit flotten Songs wird das intensive Leben des Sonderlings mit begrenzter Lebenszeit aufgepeppt. Zwischendurch haufenweise unsinnige Sätze und die sind dann, besonders bei Oldman, auch noch schrecklich synchronisiert

Da hätte nicht nur Gardener dauernd „Der Himmel über Berlin" schauen müssen, Chelsom selbst verpasst es, irgendeinem guten Vorbild nahe zu kommen.

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