11.12.16

Shut In

USA, Kanada, Frankreich 2016 Regie: Farren Blackburn mit Naomi Watts, Oliver Platt, Charlie Heaton 95 Min. FSK: ab 16

Wenn man bei einem Psycho-Thriller mit vielen Anleihen bei „The Shining" an die Anarcho-Komik von „Little Britain" denkt, läuft etwas schief. So schief, dass es auch Naomi Watts als Kinderpsychologin nicht mehr retten kann: In einem abgelegenen Haus kümmert sich die Kinderpsychologin und Witwe Mary (Watts) um ihren gelähmten, 18-jährigen Stief-Sohn Stephen (Charlie Heaton) und um einen kleineren, gewalttätigen Autisten, den Waisenjungen Tom (Jacob Tremblay). Plötzlich verschwindet Tom im Schneesturm, aber unerklärliche Ereignisse im Hause lassen Mary zweifeln: Ist Tom wirklich tot?

„Shut in" hat phonetisch, sowie mit Schneesturm und abgelegenem Gebäude etwas von Kubriks „The Shining". Auch das hinterhältig schnelle Ende des herbeieilenden Helfers ist kopiert, aber damit sind die Gemeinsamkeiten auch schon auf- und auserzählt. Die Psychologie bleibt eine recht oberflächliche. Schuldgefühle quälen Mary, weil sie Stephen vor seinem tragischen Unfall wegschickte. Und auch Fantasien, den Stiefsohn in der Wanne zu ertränken. Der Thriller verläuft dazu wenig überraschend. Nachdem die Lösung für einiges Bedrohliche und Unerklärliche Gestalt angenommen hat und nicht so witzig ist, wie der gleiche „Running Gag" aus „Little Britain", muss noch fast eine Stunde lang gerannt, geflüchtet und gekämpft werden. Dafür braucht man allerdings keine guten Schauspieler wie Naomi Watts und Oliver Platt. Überhaupt braucht man diesen ganzen Film eigentlich nicht.

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