20.12.16

Gemeinsam wohnt man besser

Frankreich, 2016 Regie: François Desagnat mit André Dussollier, Bérengère Krief, Arnaud Ducret 97 Min.

Letztens nahm ein alter Franzose in „Mit dem Herz durch die Wand" eine schüchterne Piano-Schülerin auf, nun André Dussollier als mürrischen Senior Hubert Jacquin aufgrund einer Verwechslung die vermeintliche Putzfrau Manuela (Bérengère Krief). Völlig überraschend stellt nun die quirlige Studentin den Alltag eines Rentners auf den Kopf. Im grellen Sacko geht es in die Disco samt Leuchtstäbe aus der Retrokiste. Ohne wirklich großen Widerstand lässt sich Hubert überreden, die Wohngemeinschaft zu erweitern. Die verspannte Krankenschwester Marion und der in Scheidung lebende, neurotische Anwalt Paul-Gérard ziehen ein, trotz einiger Schwierigkeiten erweist sich die gemischte WG als Jungbrunnen. Das ist, wie gesagt, keine revolutionäre Idee, auch die Abläufe samt Vorstellungsrunde und erwartbarem Chaos überraschen kaum. Doch mit anständigem Schauspiel kann diese Formel immer noch funktionieren. „Gemeinsam wohnt man besser" ist nicht bewegend, klug, tiefgründig und kritisch wie „Die Kommune" von Thomas Vinterberg, aber zumindest dank André Dussollier („Diplomatie", „Herzen") recht unterhaltend.

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