10.10.16

Welcome to Norway

Norwegen 2016 Regie: Rune Denstad Langlo mit Anders Baasmo Christiansen, Olivier Mukuta, Slimane Dazi, Henriette Steenstrup 95 Min. FSK: ab 6

Flüchtlinge sind eine Win-Win-Situation - meint der nord-norwegische Hotelmanager Primus (Anders Baasmo Christiansen). Also baut er sein gescheitertes Hotel zum Flüchtlingslager um. Das Motiv des Rassisten ist rein finanziell. Sein Plan, er lässt die Flüchtlinge arbeiten und kassiert die Prämien. Schon bei der Ankunft gibt es einen bunten Mix von Vorurteilen gegenüber den Flüchtlingen und unter ihnen. Bei der Zimmerverteilung bekommt Primus Christen, Muslims, Sunniten und Schiiten nicht konfliktfrei unter. Nur Abedi (Olivier Mukuta) springt Englisch, Norwegisch und Arabisch, arbeitet bald also als Übersetzer und persönlicher Assistent. Man rauft sich zusammen und spannt auch die anderen ein, für eine verschworene Gemeinschaft im Organisieren von Ersatzteilen und Isolieren der Zimmer. Bis zum nächsten Kontrolltermin der Aufsichtsbehörde muss die Baustelle sicher werden. Doch statt Geld kommt eine Bibliothek von der Gemeinde und Primus muss für einen Privatkredit mit der naiven und einsamen Mitarbeiterin der Stadt ins Bett.

Allen Zutaten einer wohlmeinenden Flüchtlings-Komödie werden in „Welcome to Norway" freundlich aufgenommen, die gewalttätigen Rechten, die ungerechten Abschiebungen, die strengen Staats-Vertreter und die netten Wandlungen zum Positiven. So wird der eine oder andere Flüchtling vor der Abschiebung gerettet, eine Ehe kommt auch wieder auf die gute Spur und die (Kino-) Welt ist halbwegs wieder in Ordnung. Das Erwartete wurde anständig umgesetzt und kann mäßig unterhalten.

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