3.10.16

Antboy 3

Dänemark 2016 Regie: Ask Hasselbalch mit: Oscar Dietz, Samuel Ting Graf, Amalie Kruse Jensen, Nicolas Bro, Paprika Stehen 88 Min. FSK: ab 6

Zum Abschluss der „Antboy"-Trilogie wird der bisher originelle dänische Superheld für Kinder ein Opfer des eigenen Erfolges und verfällt in serielle Routine. Noch vor den Vorlagen von Kenneth Bøgh Andersens Kinderbüchern gingen die guten Ideen aus.

Pelle (Oscar Dietz), der sich einst durch einen Ameisenbiss in den Superhelden Antboy verwandelte, wird langsam erwachsen. Also langweilt ihn das Superhelden-Dasein und er überlegt, was er Vernünftiges mit seinem Leben anfangen soll. Doch trotzdem genießt er den Ruhm im kleinen Städtchen Middellund und ist beleidigt, als seine Statue ziemlich albern aussieht. Zudem zieht sich sein bester Freund Wilhelm zurück und gleichzeitig taucht neuer Superheld auf. Auch „der Floh" (Nicolas Bro) kommt aus dem Gefängnis frei, so dass die zurückhaltend auf kleinem Budget inszenierte Jugend-Action routiniert ablaufen kann. Als bekanntes Gesicht ist nun auch Paprika Steen („Das Fest", „Adams Äpfel", „Love is all you need") dabei, allerdings macht ihr Verrückte mit Welteroberungs-Fantasien nicht besonders viel Eindruck.

Das Motto von „Antboy 3" lautet, jeder kann ein Superheld werden, selbst mit dicken Brillengläsern. Die Mischung von Welten-Rettung und Erhalt der Freundschaften erzählt eine Geschichte, die mit Gotham statt Middellund und Batman statt Antboy schon oft durchgespielt wurde. Zwar behält „Antboy" auch in diesem weiteren Aufguss etwas vom Charme des Alltagslebens in einer Kleinstadt, doch die originellen Ideen, die ein kleiner Etat notwendig machte, fehlen nun vollständig. Alles wird glatt und austauschbar, dazu für eine weltweite Verwertung wesentlich harmloser. Wie die lächerliche Statue, die man errichtet hat, ist „Antboy 3" nur eine Karikatur der vorherigen Filme.

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