2.5.16

Peggy Guggenheim - Ein Leben für die Kunst

USA, Italien, Großbritannien 2015 Regie: Lisa Immordino Vreeland 92 Min. FSK: ab 0

Die Kunstsammlerin Peggy Guggenheim (1898-1979) war wandelnde Kunstgeschichte. Unter den sehr, sehr reichen Guggenheims, war sie allerdings nur sehr reich. Ihr Vater starb auf der Titanic, seine Geliebte überlebte. Peggy Guggenheim lebte und wirkte in London, Paris, New York, Venedig und zählte Marcel Duchamp, Max Ernst, Jackson Pollock, Yves Tanguy oder Samuel Beckett zu ihren Bekanntschaften. Während des zweiten Weltkrieges kaufte sie in Paris unter Lebensgefahr Kunstwerke und rettet Schätze aber auch Künstler aus dem besetzten Europa.

Diese Dokumentation lässt Peggy Guggenheims müde Stimme in einem lange als verschollen gegoltenen Interview hören, das zu den vielen tragischen Ereignissen in ihrem Leben zu passen scheint. Ein Leben, das von Affären und Beziehungen zu einigen der größten Künstler des letzten Jahrhunderts geprägt war. In rascher Folge werden zeitgenössische (Kunst-) Filme eingestreut, kurze Erklärungen historische aktueller Kunstströmungen wie Dadaismus und vor allem haufenweise Berühmtheiten. Künstler, zu denen sie wohl oft ein Verhältnis hatte. Das dient verschiedenen „Talking Heads" dazu, gleich eine psychologische Kurz-Analyse als „gestörte emanzipierte Frau" abzulegen.

Kurz, ein Par Force-Ritt durch Zeit- und Kunstgeschichte. Entsprechend zu einem aufregenden Leben, das diese brav chronologisch erzählte Biographie irgendwie nur vorsichtig und sachlich wiedergibt. Man ahnt nur eine faszinierende Frau hinter der Flut von Bildern um sie herum. Das macht neugierig, ist aber wohl nur für Interessierte interessant.

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