25.4.16

Ratchet & Clank

USA 2016 Regie: Kevin Munroe, Jericca Cleland 94 Min. FSK: ab 6

Dass ein PlayStation-Spiel verfilmt wird, kann nicht mehr erstaunen, nachdem sowohl Konsolen-Spiele („Resident Evil") als auch Freizeitparks („Fluch der Karibik") als Ideengeber herhalten mussten. „Ratchet & Clank" bietet nun im Kinder-Kino einen Mix von animierter Figuren, die selbst im Science Fiction-Setting nicht unbedingt aus einem Guss wirken. Die Fuchs-Katzen-Mischung Ratchet träumt davon, ein Galactic Ranger zu werden. Das Casting dazu bringt ihm zwar die deprimierende Abfuhr des selbstverliebten Anführers Qwark ein, aber eine heldenhafte Rettungsaktion des raffinierten Mechanikers macht ihn zum neuen Star. Der Einsatz gegen den Planeten-Zerstörer eines wahnsinnigen Wissenschaftlers erfordert allerdings auch Team-Geist. Von der gegnerischen Seite wird der zu klein geratene Roboter Clank zum Freund Ratchets.

Man muss nur ungefähr einen Film pro Jahr sehen, um schon „Ratchet & Clank" als Kopie erkennen zu können. Die Pod-Racer-Raserei, das übliche Casting und der Aufstieg eines Underdogs. Zu erschreckend wenig eigene Ideen gesellen sich austauschbare Figuren und Sätze vom Fließband. So ist diese Science Fiction-Animation aus dem Haus Sony vor allem bunt. Die Waffensammlung mag für PS-Spieler lustig sein, seltsam ist, wenn ausgerechnet ein Handy-Hersteller unaufmerksame Dauern-Smser abknallt. Spät gibt es etwas Action, dann Drama und das Comeback des gefallenen Helden. Nur manchmal blitzt in den Dialogen Witz auf, klebrige Moralsprüche triefen dagegen dauernd aus den Lautsprechern. Vor allem wenn man dies mit dem „Alles steht Kopf " (mittlerweile auf DVD) vergleicht, muss diese digitale Kleckserei im Farbtopf schwer enttäuschen.

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