19.4.16

Danish Dynamite. Dänemark dominiert das Kino.

Ganz kurz weicht mal die Popcorn-Dominanz Hollywoods einer Qualitäts-Sternstunde aus Dänemark: Momentan kann man mit „A war" (Krigen) und „Unter dem Sand" nicht nur zwei sehr gute dänische Kriegsfilme im Kino sehen, Thomas Vinterbergs „Die Kommune" ist schon wieder einer der unfassbar großen und umfassend klugen Lebensfilme aus dem kleinen Land im Norden. Dazu sind aus der großen Gruppe international erfolgreicher dänischer Schauspieler wieder herausragende Beispiele zu sehen: Die 1972 in Odense geborene Trine Dyrholm gewann bei der Berlinale 2016 den Silbernen Bären als Beste Darstellerin mit dem dänischen Drama „Die Kommune". Zuvor sah man sie 2012 neben Pierce Brosnan in Susanne Biers Tragikomödie „Love Is All You Need" , mit Daniel Brühl 2014 im Thriller „Who Am I - Kein System ist sicher". Lange vor dem internationalen Schauspiel-Erfolg war sie in Dänemark als Sängerin Kinderstar.
Nikolaj Coster-Waldau, der als Hauptfigur Horus in „God of Egypt" sein Können versilbert, wechselt problemlos zwischen großen internationalen Produktionen und dänischem Qualitäts-Film hin und her. Zuletzt packte der 1970 in Rudkøbing Geborene wirklich in Susanne Biers „Zweite Chance", wo er als Polizist ein fremdes Baby entführt, um seine Ehe zu retten. Dass Pilou Asbæk, der den von Gewissenskonflikten zerrissenen dänischen Offizier in „A war" spielt, aus als Euron in „Game of Thrones" zu sehen war, passt in das Bild eines Landes mit umfassend geförderter Schauspiel- und Film-Kultur.

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