15.2.16

The Boy

USA 2016 Regie: William Brent Bell mit Lauren Cohan, Rupert Evans, James Russell 98 Min.

Da knirscht es mächtig im Gebälk dieser Horrorfilm-Konstruktion: „The Boy" versucht von der ersten Minute an mit einem dunklen, alten Haus unheimlich zu wirken. Und strapaziert dann die Glaubwürdigkeit, weil die amerikanische Nanny Greta (Lauren Cohan, „The Walking Dead") im verschrobenen England eine Puppe sitten soll.

Das ist zu Beginn extrem abstrus, aber zur Entschuldigung kann man sagen, dass Greta zuhause von ihrem brutalen Freund geschlagen wurde und dabei ein Kind verlor. Außerdem macht sie das seltsame Spiel für Geld mit. Als die seltsamen, alten „Eltern" der Puppe namens Brahms sich für eine längere Weile verabschieden, wird es richtig komisch. Nicht, weil im Gewitter ein Kind schreit, obwohl außer ihr niemand mehr im Haus ist. Greta akzeptiert plötzlich, dass die Puppe ein eigenes Leben hat, akzeptiert es sogar freudig. Und auch der Botenjunge Malcolm wird überzeugt. Da steht nur noch die Eifersucht von Brahms dem trauten Glück im Wege. Als Greta mit Malcolm ausgehen will, sperrt das Haus sie auf dem Dachboden ein.

Eine Bauchredner-Puppe führte gerade schon in „Gänsehaut" Kommando und „Chucky - Die Mörderpuppe" hat man ja auch über mehrere völlig abstruse Filme irgendwie hingenommen. Zwar sind Schockmomente und der Rest in „The Boy" nicht gerade subtil eingesetzt, doch bis zum ärgerlichen, an den Haaren herbeigezogenen Action-Finale war diese Kinderstunde noch ganz nett. Die Moral der Geschichte: Frauen, wehrt euch gegen gestörte Jungs, die nicht loslassen können ... und mit euch in solche Filme gehen wollen.

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