24.1.16

Dope

USA 2015 Regie: Rick Famuyiwa mit Shameik Moore, Tony Revolori, Kiersey Clemons 103 Min. FSK: ab 16

Da will mit Malcolm (Shameik Moore) mal jemand nicht der klischeehafte junge Schwarze aus dem Ghetto von Los Angeles County sein, will die Schule mit guten Noten durchziehen und dann in Harvard studieren. So ist Malcolm mit seinen Freunden, der lesbischen Diggy (Kiersey Clemons) und Jib (Tony Revolori), gehänselter Streber und Mitglied einer Punk-Band bis ihn ein blöder Umweg in den Besitz eines Rucksacks voller Koks bringt. Nun beginnen die Nerds, denen keiner was zutraut, bei denen der Metall-Detektor ruhig piepsen darf, einen sehr einträglichen Drogenhandel. Sie nutzen das Chemie-Labor und den Computerraum, um Bitcoin-Reichtümer aufzuhäufen.

„Dope" geht als Komödie los, läuft aber zwangsläufig gegen die Wand der sozialen Realitäten. Dabei rasen die drei Freunde auf ihren BMX-Rädern zeitweise wie die „Drei Fragezeichen" durch die Straßen von L.A. Nur ist die Drogenkriminalität, die hinter ihnen her ist, wesentlich gefährlichen und attraktiver als Setting. „Dope" sieht nicht nur gut und hochwertig produziert aus, es gibt witzig eingebaute Rückblenden, etwas verrückten Tarantino-Talk und schließlich ein starkes Statement gegen die extrem ungleichen Chancen für Jugendliche, abhängig von Hautfarbe und sozialem Hintergrund. Nicht nur die Rolle von Malcolm ist super gespielt, aber bei ihm geriet die Figur besonders dankbar, weil sie bei diesem Abenteuer wachsen darf.

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