8.12.15

Knock Knock (2015)

USA, Chile 2015 Regie: Eli Roth mit Keanu Reeves, Lorenza Izzo, Ana de Armas, Ignacia Allamand 100 Min. FSK: ab 16

Der Flug über das Hollywood-Zeichen und in eine schicke Villa in den Hügeln um Los Angeles ist bei allen penetrant herumhängend Bildern glücklichen Familienlebens schwer von bedrohlicher Musik unterlegt. Und tatsächlich erschreckt, was für ein erbärmliches Thriller-Filmchen Exorzisten- und „Hostel"-Regisseur Eli Roth hier abliefert: Ehemann und Papa Evan (Keanu Reeves), mit einer Armverletzung irgendwie impotenter und sexuell frustrierter Vierziger, ist für ein paar Tage allein zu Haus. Da erwischt ihn ein dreister Überfall zweier sehr knapp bekleideter, völlig durchnässter Frauen mit plumper, dummer Anmache, auf die wohl eher ein geistig schwacher Sechzigjähriger reinfallen würde. So ist die angelegte Spannung, wie lange er den jungen Frauen im Bademantel widerstehen kann, auch eine Ungeduld, wann diese grobe Entwicklung endlich vorankommt. Nach einer sexuellen Eskapade findet er am nächsten Morgen die beiden Monster in einer verwüsteten Küche und ist fortan sadistischen Spielchen der dummen Gören ausgesetzt. Den Tiefpunkt stellt der soziale Tod auf Facebook dar, während das Haus verwüstet und voller aufgemalter Penisse ist.

„Knock Knock" hat in der motivlosen Invasion was von Hanekes „Funny Games", ist aber dabei unendlich banaler. Die Bestrafung eines untreuen Ehemannes für „Eine verhängnisvolle Affäre" erscheint vorgestrig, die Frauen-Figuren wirken hohl, auf ihr chaotisches Treiben kann Keanu Reeves schauspielerisch nicht antworten. Spannung gibt es eher sporadisch, die meiste Zeit beherrscht Kopfschütteln die Szenerie. Genau so sinnloses wie dieses Spiel ist der ganze Film.

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