1.9.15

Vilja und die Räuber

Finnland, Schweden, BRD 2015 (Me Rosvolat) Regie: Marjut Komulainen mit Kari Väänänen, Lotta Lehtikari, Jussi Vatanen 84 Min. FSK: ab 0

Wie toll: Mitten auf der Fahrt zur ungeliebten Oma kapern finnische Land-Piraten mit ihrem Van die Familienkutsche von Viljas Eltern und entführen das elfjährige Mädchen. Statt Geigen-Unterricht gibt es nun Camping am Strand und auch wenn Vilja ein paar Anpassungsprobleme hat, gefällt ihr die schräge Piraten-Familie immer besser. Bald arbeitet die freiwillige Geisel eifrig mit, um die Räuber-Olympiade zu erobern.

Sie ist schon witzig, die Selbstverständlichkeit, mit der diese durchgeknallte Piraten-Familie Touristen auf finnischen Landstraßen ausraubt und dann die eher wertlosen Dinge gerne im Geist Robin Hoods umverteilt. Nur schade, dass alle auch einfach zu blöd sind, um im Supermarkt einzukaufen. Da bleibt dann nicht viel vom Charisma der Piraten übrig, das ist nur eine alberne Blödel-Truppe. Vom Senior bis zur gleichaltrigen, burschikosen Hele ein lebenslustiger Haufen von Kindern. Und nein, kindgerecht ist das auch nicht, im Gegensatz zur Piraten-Vorliebe für Süßigkeiten. Viel Slapstick bis zum Furz-Ringkampf als räuber-olympische Disziplin wurde nach dem gleichnamigen Roman von Siri Kolu gespielt und betextet wie beim Laien-Theater. So kommt der ganze Kinderfilm künstlich und steif rüber, wie Viljas eigentliche Familie, die wir dann doch nicht loswerden.

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