25.8.15

Hitman: Agent 47

USA, BRD 2015 Regie: Aleksander Bach mit Rupert Friend, Hannah Ware, Zachary Quinto, Ciarán Hinds, Thomas Kretschmann 97 Min. FSK: ab 16

Wenn ein Werbefilmer ein Computer-Spiel verfilmt, ergeben dann zwei Minus ein Plus an Film? Hier absolut nicht: „Hitman: Agent 47" bleibt eine Weile mysteriös zwischen den Action-Sequenzen: Wieso sucht die junge Frau (Hannah Ware) mit den fast übersinnlichen Fähigkeiten die verschwundene Kampfmaschine Agent 47 (Rupert Friend)? Und weshalb verfolgt diese die Verfolgerin? Hauptbestandteil der letztlich recht übersichtlichen Verschwörung von wieder so einem Konzern, der menschliche Killermaschinen produziert, sind Action-Sequenzen, die logisch eine Katastrophe darstellen, weil sie extrem freizügig mit den altmodischen Konzepten von Raum und Zeit umgehen.

Katia van Dees heißt tatsächlich gleichlautend „quatre-vingt-dix", ist also die fortschrittliche Agentin 90 und Ziel eines Mega-Konzerns, der sie nachbauen will. Als ihr das klar wird, versinkt der Film gerade in blutigem Splatter. Als Gegengewicht gäbe es ein paar gute Gesichter und Schauspieler (Rupert Friend, Zachary Quinto, aus „Heroes"), die leider nur furchtbar blöde Dinge sagen dürfen.

Deutsche Produktions-Millionen sorgten für reichlich Berlin-Impressionen mit altbekannter S-Bahn-Hochspannung und ein paar Computer-Spielereien zur totalen Überwachung im Land. Dazu flog der Deutsche Jürgen Prochnow für einen Kurzauftritt aus den USA rüber und Thomas Kretschmann spielt den Mann im Hintergrund. Außer Action-Spesen nur lautes Gewese.

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