10.8.15

Fantastic Four (2015)

USA 2015 Regie: Josh Trank mit Kate Mara, Michael B. Jordan, Miles Teller, Jamie Bell 90 Min.

Die Idee war gut: Weshalb nicht mit dem jungen Regisseur Josh Trank, der mit dem sensationellen Science Fiction „Chronicle" über eine Gruppe von Jungs, die zu Superhelden werden, reüssierte, die Anfänge der „Fantastic Four", einer Gruppe von Jungs und einer jungen Frau, die zu Superhelden werden, verfilmen? Die Ähnlichkeiten in der Substanz, die alles verändert sind frappierend. Die Unterschiede zwischen einer echten Alltagswelt („Chronicle") und der typischen Marvel-Kulisse allerdings auch. Doch vor allem sollen Unstimmigkeiten beim Dreh dem Ergebnis geschadet haben, so dass ausgerechnet das besonders beliebte Comic-Team der „Fantastic Four" mal wieder keinen anständigen Kinofilm hinbekommt.

Die Handlung beginnt im Jahr 2007, im Kino konnte man da „Rise of the Silver Surfer" sehen, den letzten, nicht so fantastischen Versuch, diesen Comic zu Kino zu machen. Die Geschichte der Anfänge geht mit dem nerdigen Erfinder Reed Richards (Miles Teller) los, dessen zusammen mit dem Freund Ben Grimm (Jamie Bell) aus Schrottteilen gebastelte Teleportations-Maschine tatsächlich Gegenstände verschwinden lässt und auch wieder zurück holt. Nur wo es dabei hingeht, wissen sie nicht. Erst der Forscher Dr. Franklin Storm (Reg E. Cathey) engagiert und klärt sie auf: Die Reise geht in eine andere Dimension und als Reed, Ben, die Kinder Storms sowie sein Assistent Victor van Doom (Toby Kebbell) heimlich als erste den Trip antreten, verändert sie die andere Welt für immer.

Der Rest ist Comic-Geschichte, aber für diesen Epilog zu einem bereits geplanten Film so viel Zeit zu verheizen, ist ökologisch untragbar und auch noch langweilig. Weder die Effekten des wabernden anderen Planeten oder Dooms gefährliches grünes Leuchten, noch die Charakterisierung der Superhelden vor ihrem Superhelden-Sein können begeistern. Ganz im Gegensatz zum „Star Trek"- oder dem „Batman"-Prequel. Umso erstaunlicher, dass zumindest mit Miles Teller („Whiplash") und mit Jamie Bell („Billy Elliot") zwei gute Schauspieler dabei sind. Der Neustart von „Fantastic Four" geriet für ein Comic-Spektakel sehr übersichtlich - um es freundlich zu sagen.

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