27.7.15

The Vatican Tapes

USA 2015 Regie: Mark Neveldine mit Olivia Dudley, Michael Peña, Dougray Scott, John Patrick Amedori 91 Min. FSK: ab 16

Nicht dass hier jemand an „DaVinci Code" oder ähnlich Spannendes aus den Archiven unterm Heiligen Stuhl denkt: Die „Vatican Tapes" bezeichnen nur billiges Klebeband, mit dem diese Exorzismus- und Horror-Versatzstücke mehr schlecht als recht zusammengeflickt wurden. Das sehr mäßige Filmchen verschreckt zwar schon in den ersten Minuten, um daraufhin lange zu langweilen, während sich unerklärlich irgendein Satan in der jungen Angela (Olivia Dudley) bemerkbar macht. Düstere Veränderungen im Spiegelbild, komische Stimmen auf der Tonspur, eine Attacke aus „Die Vögel". Kein Geheimnis, keine Überraschung, keine Ideen. Ob der Teufel uns wohl mit öden Filmen quälen will? Ab und zu schneidet man Videoaufnahmen dazwischen, die dem Ganzen aber weder mehr Sinn noch irgendwie Spannung geben.

Alles wissen nach fünf Minuten, dass ein Exorzist ran muss, doch der Film kapiert es erst nach einer Stunde. Dann Kopfdrehen im Ansatz, Verrenkungen und Untertitel wenn Angela (!) teuflisch im Originalton spricht. Das ist dann unfreiwillig sehr albern und wird nur noch so gerade von der Darstellerin Olivia Dudley gerettet: Sie ist mit dunkel geschminkten Augen nett dämonisch. Und reizvoll fies, wenn sie Babys umbringen will und ihre Psychiaterin entblößt. Doch hier wurde nicht nur der ewig gleiche Hexenzauber aufgewärmt, hier scheiterte jemand sogar beim simplen Nachmachen tausender Horror-Vorgänger.

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