2.3.15

Project Almanac

USA 2014 Regie: Dean Israelite mit Jonny Weston, Sofia Black-D'Elia, Sam Lerner, Allen Evangelista 107 Min. FSK: ab 6

„Found footage" nervt! Die Geister, die das „Blair Witch Project" mit angeblich gefundenem Filmmaterial hervorgerufen hat, wird die Filmindustrie scheinbar nicht mehr los. Ein Grauen selbst außerhalb des Horror-Genres, wie hier in diesem ganz schwachen Teenie-Science Fiction. „Found footage" sorgt beim „Project Almanac", das man besser erst nach dem Ende des Projekt-Status ins Kino gelassen hätte, für eine reduzierte Kamerasprache und erhöhte Hektik bei inhaltlicher Übersichtlichkeit.

Dazwischen kein Erzählfluss, die Geschichte erzählt sich ein Schwarzes Gähnen im Zeitreisen-Universum zusammen: Die vorbildlich arme Familie Raskin leidet unter früh verstorbenem Familienoberhaupt und langweilig genialem Sohn David (Jonny Weston). Da der wohl doch nicht intelligent genug für ein Stipendium am MIT ist, will Mama für Studiengebühren das Haus verkaufen. Doch David entdeckt sich zufällig als Teenager auf einem Familienfilm zu seinem 7. Geburtstag! Eindeutig die Spur einer Zeitreise. Nun noch etwas Suchen im Keller, dazu filmischer Hokuspokus mit Blitz und Donner, dann könnte der Spaß mit Vergangenheit und Zukunft losgehen. Geht er aber nicht, dafür ist man zur Zeit selbst bei „Spongebob" besser aufgehoben! Dr. Emmett Brown ist scheinbar irgendwo in der Zukunft verschollen.

Mäßige Darsteller werden mit viel Blabla beschäftigt, um Zeitsprünge und Gedankenleere zu füllen. Hirnlos präsentiertes Experimentieren - überzeugt selbst nicht, wenn man für Teeniefilm weniger Gehirnschmalz verwenden würde. Aber wieso sollte man. Auch wenn der schwergewichtige Action-Name Michael Bay als Produzent auftaucht, dieses Filmchen kann höchstens ein Praktikant fabriziert haben.

„Project Almanac" ist unglaubwürdig und versucht sich mit viel zu viel schlappem Theater anstatt das Unglaubliche überzeugend zu zeigen. Ein undramatischer, dummer und nie origineller Film, bei dem die Murmeltier-Möglichkeiten im Winterschlaf bleiben. David könnte ja den Tod des Vaters verhindern wollen, doch auch da herrscht dramaturgisch Stillstand. Dazu noch eine verklemmte Liebesgeschichte mit einem vom Script unterentwickelten Mädel. Also ab in die Zeitmaschine und dieses Projekt frühzeitig einstampfen.

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