31.3.15

Die Reise zum sichersten Ort der Erde

Schweiz 2013 Regie: Edgar Hagen 104 Min. FSK: ab 0

Da hat tatsächlich jemand Angst, dass die Nuklear-Energie „aussterben" könnte! Doch selbst dieser Spinner muss sich Sorgen um den Atommüll machen: „Die Reise zum sichersten Ort der Erde" verfolgt so sachlich, wie man bei diesem Wahnsinn bleiben kann, die ziellosen Wege des radioaktiven Abfalls. Sowie die eher kläglichen oder skrupellosen Versuche, sie zu lagern. Dazu kommen „Experten" zu Wort, also gut bezahlte Wissenschaftler, die wissen, dass in den nächsten hunderttausenden Jahren an den entsprechenden Lagerstätten der strahlenden Ewigkeits-Lasten nie was passierend wird.

Die Weltreise dieses Dokumentarfilms führt zu besonders originellen Lösungen: Bei Yucca Mountain im US-Staat Nevada sollte die strahlende Zeitbombe direkt neben einem jungen Vulkan gelagert werden. Sehr schön auch die Antwort auf ein Projekt, britischen und Schweizer Müll in Australien zu vergraben: Dort hülfen sie gerne ... das Zeugs bei den Leuten zu entsorgen, die es produziert haben.

So wird über fast zwei Stunden mehr oder weniger unterhaltsam ausgemalt, dass es kein Endlager, also keine Lösung für das Konzept Kernenergie geben kann. Was die Leute, die diesen Film sehen werden, wohl auch schon vorher wussten. Während alle Energiekonzern-Saurier, die immer noch auf Kosten der Ewigkeit Milliarden verdienen wollen, das weiterhin nicht interessiert.

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