11.10.11

Apollo 18

USA, Kanada 2011 (Apollo 18) Regie: Gonzalo López-Gallego mit Warren Christie, Lloyd Owen, Ryan Robbins 86 Min.

Huston. es gibt ein paar Rollen Super8-Film vom Mond und wir haben damit ein dramaturgisches Problem: Nervige Wackel-Aufnahmen, Leerlauf mit uninteressanten Astronauten-Figuren, dann kratzt etwas an der Außenwand, ein Stein wackelt, ein anderer entwischt aus der Probenquarantäne und die wenigen Menschen, die Mondgestein ersteigert haben, sollten ganz schnell das Plexiglas verstärken...

Seit „Blair Witch Project" landet immer wieder die eine oder andere „Paranormal Activity" im Kino.
Man meint mit vorgeblich „authentischem Material" eine besondere Spannung aufzubauen, doch schnell zeigt sich, dass diese Masche ohne anständige Dramaturgie nicht weit bringt. Diesmal geht es auf die dunkle Seite des Mondes, wo Astronauten von Apollo 18 - eine Mission, die nie stattfand - eine verlassene russische Landfähre entdeckten. Dämliche Neugierde lässt die Raumfahrer in einen der viel zu kalten Krater gehen, die dortige Leiche eines Kosmonauten bewegt sich noch, wieder fliegt so ein Steinchen unheimlich belebt durch die Gegend. Eine Verletzung führt zu heftigen Mutationen, Wahnsinn bricht aus, der Sauerstoff geht zu neige, die russische Station scheint der letzte Ausweg zu sein.

Nervig unruhige und verwackelte Bilder sollen die Minimal-Dramaturgie überspielen, aber „Kleinigkeiten" wie fehlende Schwerelosigkeit fordern ein Höchstmaß an Bereitwilligkeit, alles zu glauben. So fühlt sich die Produktion des „Wächter"-Regisseurs Timur Bekmambetow an wie eine Parodie, nicht wie Horror. Knarzende und kribbelnde Steinwesen wirken niedlich statt beängstigend. Ganz sicher wird es keine Fortsetzung dieser Apollo-Serie geben.

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