25.5.10

David Wants To Fly


BRD, Österreich, Schweiz 2009 (David Wants To Fly) Regie: David Sieveking 89 Min.

In dem hervorragenden Dokumentarfilm „Lynch“ erzählte der geniale Regisseur David Lynch von der kreativen Energie, die er aus der "Transzendentalen Meditation" (TM) zieht. Seinem großen Vorbild David Lynch folgt der frisch diplomierte deutsche Filmemacher David Sieveking, der mit seiner Karriere nicht richtig weiter kommt. Bringen teure Kurse bei der weltweiten TM-Organisation etwas? Im Laufe der Recherche zum Thema "Transzendentale Meditation" wandelt sich David Sieveking vom naiven Fan zum Kritiker, dem sowohl die Organisation als auch David Lynch rechtliche Schritte androhen.
Das, obwohl die Dokumentation keine sensationellen Erkenntnisse ans Tageslicht bringt. Was kann man schon erwarten, wenn man sich mit einem Guru beschäftigt, der als Ziel der Erkenntnis kleine, persönliche und unmotorisierte Flugeinheiten verspricht. Trotzdem hatte Maharishi Mahesh Yogi tausende Anhänger, einige von ihnen bezahlten sogar Millionen, um regionale Statthalter des Gurus zu werden.
Wie die TM-Organisation nutzt auch der Film den sehr geschäftstüchtigen David Lynch als Zugpferd. Andere Gestalten tun Sieveking den Gefallen, dass sie sich mit Gefasel vom „unbesiegbaren Deutschland“ herrlich lächerlich machen. Nebenbei geht eine Beziehungsgeschichte in die Brüche und am Ende schickt ihn anderer Guru zu den Quellen des Ganges. Ein handfestes Ergebnis der vierjährigen Beschäftigung mit TM in Indien, den USA, der Schweiz und Deutschland ist zumindest dieser Film.

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