30.3.10

Der Kautions-Cop


USA 2010 (The Bounty Hunter) Regie: Andy Tennant mit Jennifer Aniston, Gerard Butler 111 Min. FSK: ab 12

Unglücklich wie der krampfhaft englisch-deutsch alliterierende Titel zeigt sich der ganze Film: Vereint in Hassliebe ist das Paar in der versuchten Action-Romanze „Der Kautions-Cop“. Vereint im Club der mediokren Schauspieler sind die Hauptdarsteller Jennifer Aniston und Gerard Butler.

Ex-Cop Milo Boyd (Gerard Butler) jagt jetzt Flüchtlinge, bei denen man eine Kaution einkassieren kann. Der raue Typ mit dem Paar-Tage-Bart behauptet, die Scheidung von Nicole Hurley (Jennifer Aniston) berühre ihn nicht mehr. Er flippt allerdings vor Freude völlig aus, als er sie verhaften darf - für 5.000 Dollar. Denn weil sie hinter einer Geschichte über vermeintliche Selbstmörder her ist, verpasste sie einen Gerichtstermin und steht sofort auf einem Steckbrief. Das selbstverständlich noch vorhandene Interesse für einander lebt sich in Verfolgungs-Spielchen aus. Dazu sind hinter ihr sind unbekannte Gangster her, Milo wird gleichzeitig selbst wegen seiner Spielschulden verfolgt. Das was halbwegs in Richtung Action geht, muss den ganzen Film tragen, weil das Romantische und Komödiantische noch weniger funktioniert.

Andy Tennant, ein routinierter Komödien-Regisseur („Ein Schatz zum Verlieben“, „Hitch - Der Date Doktor“, „Sweet Home Alabama“), schafft es exakt einmal, mit einem „Schweigen der Lämmer“-Moment zu überraschen. Der verunglückte Versuch, den antiken Ruhm des „300“-Stars Gerard Butler an der Kino-Kasse zu versilbern, nennt sich im Vorspann ausgerechnet „Original Filmproduction“. Man weiß gar nicht, was schlimmer ist: All die peinlichen Nebenfiguren wie Stewart, als Nicoles furchtbarer Kollege eine Schande für das Handwerk der Drehbuch-Schreiber? Oder das notorische Aufdrängen der unfähigen Jennifer Aniston als Schauspielerin? Sie ist nun mal nicht komisch und ernst nehmen kann man ihren ewig gleichen Gesichtsausdruck auch nicht. Eine Tragödie.

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